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Posts Tagged ‘Gedichte’

Schneeflocken-Romanze
© Alfons Pillach

 
Die Schneeflocke kam im glitzernden Kleid
vom Himmel ganz langsam heruntergeschneit
und Schneeflocke fühlte sich fremd in dem Land,
das sich schon im Weihnachtsglanze befand.
Sie landete vorsichtig auf einer Tanne
bei einem sehr einsamen Schneeflockenmanne.

Die schneeweiße Flocke sprach: „Hey, Ich bin weiblich!
Ich glaube, ich mag dich ganz unbeschreiblich!“
Die beiden sind dann zusammengeblieben
und fingen schnell an, sich zu necken und lieben.
Bald schmusten die Flocken mit reizendem Charme,
doch tauten sie schnell, denn die Liebe macht warm.
Sie hörten des Partners Herz noch schwach klopfen
und dann verschmolzen sie zu einem Tropfen.

Im Tröpfchen vereint gab es mancherlei Kuss,
und irgendwann trieb das Tröpfchen im Fluss,
und der brachte beide zusammen ins Meer.
Es ist nun ein kleines Weilchen schon her,
als aus dem Meere das Tröpfchen verschwand,
von der Sonne geholt hoch ins Schneeflockenland;
und irgendwo dort, wo die Wolken sanft schweben,
genießen verliebt sie ihr Schneeflockenleben.

Dort oben, wo’s kalt ist, begann ihre Reise,
dort sind sie nun wieder auf glückliche Weise,
denn hoch in den Wolken, an kühleren Orten,
sind beide zu Schneeflocken wieder geworden.
Und schneit es mal wieder, wie manchmal im Jahr,
dann tänzeln sie erdwärts als Liebespaar.

***
© Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigungen jeglicher Art nur mit Zustimmung der Rechteinhaber.
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Fasching – Fastnacht – Karneval – Faschingsgedicht – Fastnachtsgedicht – Karnevalgedicht – lustiges Gedicht

Fasching
© Martina Decker

Wenn
Der Teufel mit den Engeln lacht
Der Bär dem Kätzchen schöne Augen macht
Die Elfe sich in Dracula verliebt
Ein rosa Hase Drinks ausgibt

Wenn
Schmetterlinge tanzend schweben
netten Cowboys Küsschen geben
Batman in der Ecke steht
Und Suleika ihm den Kopf verdreht

Wenn
Sambamädchen fröhlich lachen
den Indianern schöne Augen machen
und das Burgfräulein beschwipst
mit einem Clown vorn an der Theke sitzt

Dann
Ist es Faschingszeit
Regiert mit froher Leichtigkeit
Gott Jokus seine Recken.
Ob Narren oder Jecken
Ein jeder frönt der Narretei
Denn schon
Am Aschermittwoch ist’s vorbei

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Und hier gibt es
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Winter – Gedicht – Wintergedicht – Schnee – Winterstadt – Nils Pickert


Winterstadt
© Nils Pickert


Mitten im Schnee
Balzen zwei Tauben,
Auf Kristalllauben
Glitzern Möwenschreie.

Mitten im Schnee
Löse ich alte, rostige Schrauben,
Höre ich auf, resigniert zu schnauben
Und stelle mich aus der Reihe.

Mitten im Schnee
Gelingt es, meinen Glauben
Von Zweifeln zu entstauben
Unter warmen, eisgrauen Blicken.

Mitten im Schnee
Kann ich etwas aufklauben
Und mir endlich erlauben,
Es nicht sofort zu ersticken.

Ganz allmählich komme ich dahinter:
Dies bin ich, dies ist mein letzter Winter,
Und er schmerzt mich nicht, er tut nicht weh.

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Wintergedicht – Winter – Winterlyrik

Wintermärchen
© Gisela Segieth

Ein Wintermärchen wird nun wahr
das uns schenkt seinen Segen
es möcht von uns, dass immer dar
wir gut Gedanken hegen.

Als Kinder tobten, lachten wir
im Schnee mit roten Wangen
als blieben wir für immer hier
wir frohe Lieder sangen.

Wir wurden groß, die Zeit verrann
die Tage wurden trüber
mit ihr kam auch die Arbeit dann
wir klagten bald darüber.

Mit jedem Jahr man älter wird
bald schon wirst du zum Greise
und bist vielleicht im Kopf verwirrt
gehst du dann auf die Reise.

Sie führt dich hin zum Himmelszelt
wo du bist stets willkommen
nimmst du einst Abschied von der Welt
braucht dir nicht sein beklommen.

Denn andere erwarten dich
dort mit viel Lieb und Güte
von ihnen einst der Schwermut wich
dort wo man sie behüte.

Vertrau darauf, denn all’s wird gut
auf seine eigne Weise
und mach dich auf mit etwas Mut
auf deine Himmelsreise.

Geh durch dein Leben stets mit Kraft
und schenk dir täglich Freude
denn mit ihr kriegst du all’s geschafft
nie einen Tag vergeude.

Ist deine Reise dann vorbei
nimm Abschied hier vom Leben
damit dein Seele kann ganz frei
hoch in den Himmel schweben.

***


Zwei Weihnachtsgedichte von Gisela Segieth wurden veröffentlicht in dem Buch


Weihnachtsgedichte


Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Illustrationen Katja Spannuth
2009
ISBN 978-3-939937-10-4

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Advent – Adventsgedicht – Weihnachtsgedicht

Weihnachtsgedichte


Advent
© Claudia Sperlich

Komm bald, Herr,
die Leute frieren.
Komm bald, zu viele
schüren den Hass, brauen Unheil.
Zu viele hoffen
auf andres als Dich.
Zu viele sind reich.
Komm bald, Herr, komm
wenn Du willst, heute Abend.
Mach Weihnachten endlich
zum Fest Deiner Wiederkunft,
dass wir um grünende Bäume
tanzen vor Glück,
mit Dir.


***


Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigungen nur mit Genehmigung des Verlags. Das Gedicht wurde veröffentlicht in dem Buch


Weihnachtsgedichte


Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Illustrationen Katja Spannuth
2009
ISBN 978-3-939937-10-4

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Weihnachtsgedicht

Weihnachtsengel
© Gisela Segieth

Welch ein Engel, wunderschön
ist zur Weihnacht er zu sehn
er schenkt Kraft uns jeden Tag
nimmt mit sich so manche Frag.

Mög uns stets ein Engel leiten
unser aller Herz erweiten
damit wir in Liebe ruhn
und fortan nur Gutes tun.

Allen wünsch ich Englein hier
dass sie finden zu dem „WIR“
das so oft verloren geht
wenn man nur sich selbst versteht.

Schau, der Engel ist sehr nah
ich ihn auch schon leuchten sah
er fliegt über unsre Erd
damit es jetzt bald Weihnacht werd.

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Zwei Weihnachtsgedichte von Gisela Segieth wurden veröffentlicht in dem Buch


Weihnachtsgedichte


Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Illustrationen Katja Spannuth
2009
ISBN 978-3-939937-10-4

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Weihnachtsgedicht

Weihnachtsbegegnung
© Patricia Koelle

Hinten im verträumten Raum
unter hoch gewölbter Decke
in verschwiegen dunkler Ecke
hing sie wie Triumph im Baum
im aufrecht grünen Wipfel
zwischen Nadelzweigen dicht
hell gefüllt mit Morgenlicht
an einem roten Zipfel:

eine Kugel aus zartem Glase
drehte sich leicht in der Stille
als sei es ihr eigener Wille.
Klar wie eine Seifenblase
schien sie ein Spiegel mir
auf ihrer Oberfläche schwebte
mein Gesicht und wo ich lebte
das munterbunte Zimmer hier.

Die Winterwelt vorm Fenster auch
der Himmel silbern wie das Meer
die Wiese, niemals blumenleer
fingen sich im Kugelbauch
nur umgekehrt als wollt sie sagen
ich sollt mich innerlich nun regen
es gäbe soviel zu bewegen
ich könnte bald was Neues wagen.

Weit, meinte sie, sei doch das Leben
und wie sie selbst so voller Glanz
aus Bildern, einzufangen ganz,
und hoch, und hätte viel zu geben.
Es war als sprach der Baum die Worte:
„So wie ich heut die Kugeln trage
gestalte du dir deine Tage
rund wie die Früchte schöner Orte

gereift durch wohl genutzte Zeit
Tiefen, bewältigt Stück für Stück
schimmernd durch erkanntes Glück
Ernte wie für Ewigkeit.
Wenn ich heute daran denk
was mir seit jenem Tag gelang
durch so erweckten Tatendrang
war die Kugel ein Geschenk.

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Wintergedicht

Schneeflöckchen

© Gisela Segieth

Schneeflöckchen tanzen hoch vom Himmel
gerade so weiß, ja, wie die Schimmel
die hier in ihrem Stalle ruhn
als hätten sie sonst nichts zu tun.

Frau Holle schüttelt wohl ihr Bett
ach, finden das die Kinder nett
die gleich im Garten toben wollen
und dabei dicke Bälle rollen.

Sie machen eine Schneeballschlacht
bei der ihnen das Herze lacht
mit ihren ganz tief roten Nasen
sie Eisblumen ans Fenster blasen.

Ein Schneemann, er wird auch gebaut
der herzig in die Gegend schaut
mit Augen, ganz kohlrabenschwarz
als käm er aus dem schönen Harz.

Ne Möhre kriegt er gleich als Nas
die orange ist, wer weiß durch was
und dazu einen roten Mund
mit dem er tut sein Freude kund.

Der Kopf kriegt obendrauf ne Mütz
hoppla, wer springt da in die Pfütz
die auf dem Wegesboden ist
die Nässe das Kind gleich vergisst.

Es holt sofort den Schlitten raus
mit ihm geht’s sogleich, oh Braus,
den steilen Berg hinab ins Tal
das Lachen macht ihm keine Qual.

Im Tal der Knab rennt zur Stell
wo treffen sich die Kinder schnell
zu toben in dem schönen Schnee
da hinten ich auch Mädchen seh.

In bunte Anoraks und Jacken
ließen sie sich zuvor verpacken
mit lustgen Zöpfchen, ja sodann
der Spaß sogleich beginnen kann.

Sie toben in dem weißen Schnee
hinab den Berg mit viel Juchee
bis müd vom Spiel ist jedes Kind
dann geht es für sie heim geschwind.

Dort fallen sie sogleich ins Bett
ach, war für sie der Tag so nett
sie träumen dort vom nächsten Jahr
da es für sie heut herrlich war.

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