Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Schneegedicht’

Schneeflocken-Romanze
© Alfons Pillach

 
Die Schneeflocke kam im glitzernden Kleid
vom Himmel ganz langsam heruntergeschneit
und Schneeflocke fühlte sich fremd in dem Land,
das sich schon im Weihnachtsglanze befand.
Sie landete vorsichtig auf einer Tanne
bei einem sehr einsamen Schneeflockenmanne.

Die schneeweiße Flocke sprach: „Hey, Ich bin weiblich!
Ich glaube, ich mag dich ganz unbeschreiblich!“
Die beiden sind dann zusammengeblieben
und fingen schnell an, sich zu necken und lieben.
Bald schmusten die Flocken mit reizendem Charme,
doch tauten sie schnell, denn die Liebe macht warm.
Sie hörten des Partners Herz noch schwach klopfen
und dann verschmolzen sie zu einem Tropfen.

Im Tröpfchen vereint gab es mancherlei Kuss,
und irgendwann trieb das Tröpfchen im Fluss,
und der brachte beide zusammen ins Meer.
Es ist nun ein kleines Weilchen schon her,
als aus dem Meere das Tröpfchen verschwand,
von der Sonne geholt hoch ins Schneeflockenland;
und irgendwo dort, wo die Wolken sanft schweben,
genießen verliebt sie ihr Schneeflockenleben.

Dort oben, wo’s kalt ist, begann ihre Reise,
dort sind sie nun wieder auf glückliche Weise,
denn hoch in den Wolken, an kühleren Orten,
sind beide zu Schneeflocken wieder geworden.
Und schneit es mal wieder, wie manchmal im Jahr,
dann tänzeln sie erdwärts als Liebespaar.

***
© Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigungen jeglicher Art nur mit Zustimmung der Rechteinhaber.
***

»»» Hunderte Weihnachtsgedichte online
»»» Hunderte Weihnachtsgeschichten online

Werbeanzeigen

Read Full Post »

Winter – Wintergedicht – Schneeschmelze

Schneeschmelze
© Patricia Koelle
 

Wenn Winter in die Ferne zieht
wird alles Trübe klar
im Tauen gluckert leises Lied
und Hoffnung grünt sich wahr

In jedem Tropfen zitternd wohnt
ein Raum, ein Heim, ein Licht
ein Traum, der sich zu träumen lohnt
sein Spiegel Dunkles bricht

Copyrighthinweis: Dieses Gedicht ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigungen nur mit Genehmigung der Autoren.

***

Read Full Post »

Berggesänge
© Alfons Pillach

 
Tief im Tal erklingen Glocken
und ein kleiner Bergbach rauscht,
langsam schweben weiße Flocken
und ein Alpensteinbock lauscht.

Bergbach, deine Zauberklänge
ziehen mich in ihren Bann,
plätschere mir Berggesänge,
die ich nie vergessen kann.

Schnee bedeckt jetzt alle Felder,
legt sein weißes Wintertuch
über Berge, Täler, Wälder,
wie in einem Bilderbuch.

Stille liegt auf jedem Orte,
nur der Bergbach rauscht und fließt,
wenn er aus des Berges Pforte
sich durch Eis und Schnee ergießt.

***
Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigungen jeglicher Art nur mit Zustimmung der Rechteinhaber.

***

Ein Buchtipp für die Winterzeit
Weihnachten
Weihnachtsgeschichten
Dr. Ronald Henss Verlag
ISBN 978-3-9809336-9-8

***

Read Full Post »

Winter – Wintergedicht – Saarkohlenwald – Bergehalde Lydia

Winterlandschaft Bergehalde Lydia Saarkohlenwald


Saarkohlenwald
© Kathrin Sehland

Mit weißen Hauben überdeckt,
die alte Halde ruht versteckt.
Aber die künstlichen Hügel künden,
von Zeiten mit reichhaltigen Bodengründen.

Sobald die Schätze im Berge entdeckt,
war das Fieber nach Reichtum geweckt.
Bevor Hammer und Schlegel hallte,
des Bergmanns Ruf „Glück auf“ erschallte.

Mit schwarzem Schweiß im Angesicht,
brachten sie Erz und Kohle ans Licht.
Und wo die Kumpels einst geschaffen,
nun hohle Räume im Berge klaffen.

Wer sich den Weg über die Halde bahnt,
die wahre Geschichte jedoch nur erahnt.
Eine Geschichte, die jahrmillionenalt,
vom einzigartigen Saarkohlenwald.

***

Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigungen jeglicher Art nur mit Zustimmung der Autorin.

*** Noch mehr Wintergedichte

***

Weihnachten
Weihnachten
Weihnachtsgeschichten und Weihnachtsgedichte
Hrsg. Ronald Henss
Illustrationen Hilde Bergmann
ISBN 978-3-939937-09-8

***

Read Full Post »

Winter – Gedicht – Wintergedicht – Schnee – Winterstadt – Nils Pickert


Winterstadt
© Nils Pickert


Mitten im Schnee
Balzen zwei Tauben,
Auf Kristalllauben
Glitzern Möwenschreie.

Mitten im Schnee
Löse ich alte, rostige Schrauben,
Höre ich auf, resigniert zu schnauben
Und stelle mich aus der Reihe.

Mitten im Schnee
Gelingt es, meinen Glauben
Von Zweifeln zu entstauben
Unter warmen, eisgrauen Blicken.

Mitten im Schnee
Kann ich etwas aufklauben
Und mir endlich erlauben,
Es nicht sofort zu ersticken.

Ganz allmählich komme ich dahinter:
Dies bin ich, dies ist mein letzter Winter,
Und er schmerzt mich nicht, er tut nicht weh.

***

»»» Hier gibt es weitere Wintergedichte

***

Read Full Post »

Wintergedicht

Frau Holle
© Gisela Segieth

Der Nebel, er ist grau und schwer
so mancher Kopf ist heute leer
die Welt ist trist, wir müssen darben
können uns nicht an Sonne laben.

Doch wird es bald schon für uns bunter
und alle Menschen werden munter
denn Frühling kommt zur rechten Zeit
und macht wieder die Herzen weit.

So lang jedoch mein Freund hab Acht,
dass dir bald die Frau Holle lacht
und schenkt dir für dein Winterglück
von ihren Federn Stück um Stück.

An ihnen kannst du dich austoben
und wirst dann auch den Winter loben
erfreuen wird dich weißer Schnee
ich hör dich rufen schon „Juchee!“

Und dann wirst du so manches Mal
denn das bedeutet keine Qual
noch denken „Ist sie schön die Zeit…“
da der Kamin dein Herz macht weit.

Ja wart’s nur ab, du wirst es sehn
kannst du es heut auch nicht verstehn
ein jede Zeit schenkt Freude dir
denn dazu bist auf Erden hier.

Ich selbst, ich wünsche dir viel Freud
ein jeden Tag und nicht nur heut
damit genießest du dein Leben,
das ward von Gott dir einst gegeben.

***


Ein Buchtipp: Weihnachtsgedichte aus unserer Zeit

Weihnachtsgedichte


Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Illustrationen Katja Spannuth
2009
ISBN 978-3-939937-10-4

Read Full Post »