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Posts Tagged ‘Weihnachtslyrik’

Advent – Adventsgedicht – Weihnachtsgedicht

Weihnachtsgedichte


Advent
© Claudia Sperlich

Komm bald, Herr,
die Leute frieren.
Komm bald, zu viele
schüren den Hass, brauen Unheil.
Zu viele hoffen
auf andres als Dich.
Zu viele sind reich.
Komm bald, Herr, komm
wenn Du willst, heute Abend.
Mach Weihnachten endlich
zum Fest Deiner Wiederkunft,
dass wir um grünende Bäume
tanzen vor Glück,
mit Dir.


***


Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigungen nur mit Genehmigung des Verlags. Das Gedicht wurde veröffentlicht in dem Buch


Weihnachtsgedichte


Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Illustrationen Katja Spannuth
2009
ISBN 978-3-939937-10-4

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Engel
© Claudia Sperlich

engel fliegen schneller als wir denken
engel können ihre zeit verschenken
engel haben geist und sind vom geiste
gottes – und das wäre schon das meiste
was man über engel sagen kann.

engel haben keine gänseflügel
engel halten keine rentierzügel
engel sitzen nicht auf kirchentüren
engel kann man nicht in päckchen schnüren
engel sind nicht frau und sind nicht mann.

engel sind nicht göttliche armeen
engel müssen nicht vor thronen stehen
engel sind nicht bajuwarisch-niedlich
engel sind nicht einfach doof und friedlich
engel sind wahrscheinlich meistens nah.

engel sind nicht bildlich darzustellen
sind vielleicht wie licht und klang und wellen
sind wie sprache – aber ohne reden
sind wie liebe – und sie sinds für jeden
engel zeigen uns den ICHBINDA.

wenn wir trotzdem immer engel malen
die in marmor öl und gold erstrahlen
die mit silberflitter strahlenkranz und feuchten
augen einen finstren stall erleuchten
zeigt so meißelhieb wie pinselstrich:

gottes vielfalt ist das engelwesen
einen teil davon kann man hier lesen
bei bernini raffael und schlüter
freudenboten und gesetzeshüter –
engel weisen uns den DABINICH.


Dieses Gedicht findet sich auch in diesem Buch
Weihnachtsgedichte


Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Illustrationen Katja Spannuth
2009
ISBN 978-3-939937-10-4

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Weihnachtsgedicht

Weihnachtsengel
© Gisela Segieth

Welch ein Engel, wunderschön
ist zur Weihnacht er zu sehn
er schenkt Kraft uns jeden Tag
nimmt mit sich so manche Frag.

Mög uns stets ein Engel leiten
unser aller Herz erweiten
damit wir in Liebe ruhn
und fortan nur Gutes tun.

Allen wünsch ich Englein hier
dass sie finden zu dem „WIR“
das so oft verloren geht
wenn man nur sich selbst versteht.

Schau, der Engel ist sehr nah
ich ihn auch schon leuchten sah
er fliegt über unsre Erd
damit es jetzt bald Weihnacht werd.

***


Zwei Weihnachtsgedichte von Gisela Segieth wurden veröffentlicht in dem Buch


Weihnachtsgedichte


Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Illustrationen Katja Spannuth
2009
ISBN 978-3-939937-10-4

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Weihnachtsgedicht

Heiligabend
© Manfred Schröder

Park und Straßen,
still, verlassen.
Jeder ist
bei sich zu Haus.
Ein Trinker irret
durch die Gassen;
findet nicht mehr
ein noch aus.

Schon schlägt er laut
an fremde Türen,
-Ach, mein Liebling,
lass mich rein.-
Hunde knurren,
Menschen murren,
-Geh bloß fort;
lass uns allein.-

Und er irret
trunken weiter.
Und der Schnee,
er rieselt sacht.
Bald begräbt er
unsren Trinker,
in der stillen,
heilgen Nacht.

***


Das Gedicht wurde veröffentlicht in dem Buch

Weihnachtsgedichte


Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Illustrationen Katja Spannuth
2009
ISBN 978-3-939937-10-4

***

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Weihnachtsgedicht

Urlaub für den Weihnachtsmann
© Engel Bert

Ach Weihnachtsmann, ach Weihnachtsmann,
schau mich nicht so traurig an.
Ich weiß, die Kinder glauben nicht an dich
und biegt sich auch der Gabentisch.
Drum sei doch schlau im nächsten Jahr
und all die Mühe dir erspar.
Mach Urlaub in der Weihnachtszeit
in der Ferne ganz, ganz weit.
Und wenn er leer, der Gabentisch,
dann glaubt erst recht kein Schwein an dich.
So hast fortan du – wunderbar –
Urlaub über’s ganze Jahr.

***

Ein anderes lustiges Weihnachtsgedicht von Engel Bert wurde veröffentlicht in dem Buch / eBook
Weihnachten - Weihnachtsgeschichten und Weihnachtsgedichte
Weihnachten
Weihnachtsgeschichten
und Weihnachtsgedichte

ISBN 978-3-939937-09-8 (Buch)
ISBN 978-3-939937-72-2 (eBook epub-Format)

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Weihnachtsgedicht

Weihnachtsbegegnung
© Patricia Koelle

Hinten im verträumten Raum
unter hoch gewölbter Decke
in verschwiegen dunkler Ecke
hing sie wie Triumph im Baum
im aufrecht grünen Wipfel
zwischen Nadelzweigen dicht
hell gefüllt mit Morgenlicht
an einem roten Zipfel:

eine Kugel aus zartem Glase
drehte sich leicht in der Stille
als sei es ihr eigener Wille.
Klar wie eine Seifenblase
schien sie ein Spiegel mir
auf ihrer Oberfläche schwebte
mein Gesicht und wo ich lebte
das munterbunte Zimmer hier.

Die Winterwelt vorm Fenster auch
der Himmel silbern wie das Meer
die Wiese, niemals blumenleer
fingen sich im Kugelbauch
nur umgekehrt als wollt sie sagen
ich sollt mich innerlich nun regen
es gäbe soviel zu bewegen
ich könnte bald was Neues wagen.

Weit, meinte sie, sei doch das Leben
und wie sie selbst so voller Glanz
aus Bildern, einzufangen ganz,
und hoch, und hätte viel zu geben.
Es war als sprach der Baum die Worte:
„So wie ich heut die Kugeln trage
gestalte du dir deine Tage
rund wie die Früchte schöner Orte

gereift durch wohl genutzte Zeit
Tiefen, bewältigt Stück für Stück
schimmernd durch erkanntes Glück
Ernte wie für Ewigkeit.
Wenn ich heute daran denk
was mir seit jenem Tag gelang
durch so erweckten Tatendrang
war die Kugel ein Geschenk.

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Weihnachtsgedicht – Weihnachtsmann – Weihnachtsmanngedicht – Nikolaus – Nikolausgedicht – Adventsgedicht – Weihnachtszeit – Vorweihnachtszeit

Warten auf den Weihnachtsmann
oder: Vorweihnachtliche Ungeduld

© Engel Bert

Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
wo bleibst du denn so lang?

Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
mir wird allmählich bang.

Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
von dir noch keine Spur.

Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
sag, wo steckst du nur?

Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
noch nichts von dir zu seh’n.

Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
sag, was ist nur gescheh’n?

Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
ich mach mir große Sorgen.

Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
September wird’s schon morgen.

Copyrighthinweis: Dieses Gedicht ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigungen nur mit Genehmigung des Verlags.

Das Gedicht wurde veröffentlicht in dem Buch
Weihnachten - Weihnachtsgeschichten und Weihnachtsgedichte
Weihnachten
Weihnachtsgeschichten
und Weihnachtsgedichte
ISBN 978-3-939937-09-8

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Weihnachtsgedicht

Weihnacht
© Claudia Sperlich

Flitterkram und Funkellichter
Menschenwerk und Katzengold
alle Menschen werden Dichter
Mürbeteig wird ausgerollt
Bach erklingt an allen Orten
niemand spart mit guten Worten

Goldpapier an Tannenbäumen
viele Hektoliter Punsch
Zimtparfum in allen Räumen
Völlerei und Friedenswunsch
jeder sieht beständig Sterne
besser wären alle gerne

So bei Heiden wie bei Christen
Grünzeug und Barbarenpracht
selbst für strenge Atheisten
heilig dann die stille Nacht
Gott wird Kind – die alte Mære
heimlich füllt sie jede Leere


Dieses und weitere Weihnachtsgedichte von Claudia Sperlich wurden veröffentlicht in dem Buch


Weihnachtsgedichte


Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Illustrationen Katja Spannuth
2009
ISBN 978-3-939937-10-4

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Weihnachtsgedicht

Der fette Weihnachtsmann
© Engel Bert

Ach du lieber Weihnachtsmann
Warum bist du so fett?
Du passt nicht mehr zu Tür herein,
das find ich gar nicht nett.

Leg die Geschenke vor die Tür,
ich werde sie mir holen.
Dann schleiche dich, das rat ich dir,
davon auf leisen Sohlen.

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Ein anderes lustiges Weihnachtsgedicht von Engel Bert wurde veröffentlicht in dem Buch
Weihnachten - Weihnachtsgeschichten und WeihnachtsgedichteWeihnachten
Weihnachtsgeschichten
und Weihnachtsgedichte
ISBN 978-3-939937-09-8

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Weihnachtsgedicht

Erinnerungen an Weihnachten
© Evelyn Goßmann

Herrlich die ruhige stille Zeit
bald schon ist es wieder so weit.
Es duftet herrlich im ganzen Haus,
man freut sich auf den Weihnachtsschmaus.
Nachdenklich werd‘ ich in dieser Zeit,
zum Erinnern bin ich zu gern bereit.
Erwische mich mit Fotoalben
um zu sehen wie es einmal war;
fröhlich mit Eltern, Tanten, Onkeln, und natürlich der Oma.
Gemeinsam wurde musiziert,
den Schein der warmen Kerzen hat man gespürt.
Christmette, Geschenke und Kerzenschein –
ach könnte noch einmal Kind ich sein.

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