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Posts Tagged ‘Winterlyrik’

Lotta und Familie Schneemann
© Martina Decker

Der Winter kam mit aller Macht
Gefroren lag der kleine See
An seinem Ufer mit Bedacht
Baut’ Lotta einen Mann aus Schnee.

Fünf Kieselsteine gaben ihm
ein sanftes Lächeln ins Gesicht,
Karottennase, Kohlenaugen,
schöneren Schneemann gabs noch nicht.

Stolz hat’ ihn Lotta angesehen
und wollte schon nach Hause gehen,
als plötzlich, wie von Zauberhand,
des Schneemanns Lächeln jäh verschwand.

„Oh bleibe doch, ich bitte dich!
Alleine hier, da fürcht ich mich.“
Er schaute wirklich ängstlich drein
Zum Glück fiel Lotta etwas ein.

Sie schob und formte neuen Schnee
Sucht Steine und Geäst geschwind
Und als sie ging, da stand am See
Familie Schneemann: Vater, Mutter, Kind!

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Winter – Wintergedicht – Saarkohlenwald – Bergehalde Lydia

Winterlandschaft Bergehalde Lydia Saarkohlenwald


Saarkohlenwald
© Kathrin Sehland

Mit weißen Hauben überdeckt,
die alte Halde ruht versteckt.
Aber die künstlichen Hügel künden,
von Zeiten mit reichhaltigen Bodengründen.

Sobald die Schätze im Berge entdeckt,
war das Fieber nach Reichtum geweckt.
Bevor Hammer und Schlegel hallte,
des Bergmanns Ruf „Glück auf“ erschallte.

Mit schwarzem Schweiß im Angesicht,
brachten sie Erz und Kohle ans Licht.
Und wo die Kumpels einst geschaffen,
nun hohle Räume im Berge klaffen.

Wer sich den Weg über die Halde bahnt,
die wahre Geschichte jedoch nur erahnt.
Eine Geschichte, die jahrmillionenalt,
vom einzigartigen Saarkohlenwald.

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Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigungen jeglicher Art nur mit Zustimmung der Autorin.

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Weihnachten
Weihnachten
Weihnachtsgeschichten und Weihnachtsgedichte
Hrsg. Ronald Henss
Illustrationen Hilde Bergmann
ISBN 978-3-939937-09-8

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Winter – Gedicht – Wintergedicht – Schnee – Winterstadt – Nils Pickert


Winterstadt
© Nils Pickert


Mitten im Schnee
Balzen zwei Tauben,
Auf Kristalllauben
Glitzern Möwenschreie.

Mitten im Schnee
Löse ich alte, rostige Schrauben,
Höre ich auf, resigniert zu schnauben
Und stelle mich aus der Reihe.

Mitten im Schnee
Gelingt es, meinen Glauben
Von Zweifeln zu entstauben
Unter warmen, eisgrauen Blicken.

Mitten im Schnee
Kann ich etwas aufklauben
Und mir endlich erlauben,
Es nicht sofort zu ersticken.

Ganz allmählich komme ich dahinter:
Dies bin ich, dies ist mein letzter Winter,
Und er schmerzt mich nicht, er tut nicht weh.

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»»» Hier gibt es weitere Wintergedichte

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Winter – Wintergedicht – Januar – Januargedicht

Januar-Sonne
© Heidrun Gemähling

Vom Ufer aus
drängen Blicke
über den See
verlieren sich im
weißen kalten Licht
der Wasseroberfläche

ein Strahl der Sonne
schmückt diesen Augenblick
lässt Diamantenglanz
erschimmern.

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Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigungen jeglicher Art nur mit Zustimmung der Autorin.

*** Noch mehr Wintergedichte

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Wintergedicht – Winter – Winterlyrik

Wintermärchen
© Gisela Segieth

Ein Wintermärchen wird nun wahr
das uns schenkt seinen Segen
es möcht von uns, dass immer dar
wir gut Gedanken hegen.

Als Kinder tobten, lachten wir
im Schnee mit roten Wangen
als blieben wir für immer hier
wir frohe Lieder sangen.

Wir wurden groß, die Zeit verrann
die Tage wurden trüber
mit ihr kam auch die Arbeit dann
wir klagten bald darüber.

Mit jedem Jahr man älter wird
bald schon wirst du zum Greise
und bist vielleicht im Kopf verwirrt
gehst du dann auf die Reise.

Sie führt dich hin zum Himmelszelt
wo du bist stets willkommen
nimmst du einst Abschied von der Welt
braucht dir nicht sein beklommen.

Denn andere erwarten dich
dort mit viel Lieb und Güte
von ihnen einst der Schwermut wich
dort wo man sie behüte.

Vertrau darauf, denn all’s wird gut
auf seine eigne Weise
und mach dich auf mit etwas Mut
auf deine Himmelsreise.

Geh durch dein Leben stets mit Kraft
und schenk dir täglich Freude
denn mit ihr kriegst du all’s geschafft
nie einen Tag vergeude.

Ist deine Reise dann vorbei
nimm Abschied hier vom Leben
damit dein Seele kann ganz frei
hoch in den Himmel schweben.

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Zwei Weihnachtsgedichte von Gisela Segieth wurden veröffentlicht in dem Buch


Weihnachtsgedichte


Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Illustrationen Katja Spannuth
2009
ISBN 978-3-939937-10-4

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