November 28, 2009 von Ronald
Wintergedicht
Engel
© Claudia Sperlich
engel fliegen schneller als wir denken
engel können ihre zeit verschenken
engel haben geist und sind vom geiste
gottes – und das wäre schon das meiste
was man über engel sagen kann.
engel haben keine gänseflügel
engel halten keine rentierzügel
engel sitzen nicht auf kirchentüren
engel kann man nicht in päckchen schnüren
engel sind nicht frau und sind nicht mann.
engel sind nicht göttliche armeen
engel müssen nicht vor thronen stehen
engel sind nicht bajuwarisch-niedlich
engel sind nicht einfach doof und friedlich
engel sind wahrscheinlich meistens nah.
engel sind nicht bildlich darzustellen
sind vielleicht wie licht und klang und wellen
sind wie sprache – aber ohne reden
sind wie liebe – und sie sinds für jeden
engel zeigen uns den ICHBINDA.
wenn wir trotzdem immer engel malen
die in marmor öl und gold erstrahlen
die mit silberflitter strahlenkranz und feuchten
augen einen finstren stall erleuchten
zeigt so meißelhieb wie pinselstrich:
gottes vielfalt ist das engelwesen
einen teil davon kann man hier lesen
bei bernini raffael und schlüter
freudenboten und gesetzeshüter -
engel weisen uns den DABINICH.
…
Noch mehr Weihnachtsgedichte
Copyrighthinweis: Dieses Gedicht entstammt der Seite Weihnachtsgedichte Engel von Claudia Sperlich
Dieses Gedicht findet sich auch in diesem Buch

Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Illustrationen Katja Spannuth
2009
ISBN 978-3-939937-10-4
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November 27, 2009 von Ronald
Weihnachtsgedicht
Weihnachtsbegegnung
© Patricia Koelle
Hinten im verträumten Raum
unter hoch gewölbter Decke
in verschwiegen dunkler Ecke
hing sie wie Triumph im Baum
im aufrecht grünen Wipfel
zwischen Nadelzweigen dicht
hell gefüllt mit Morgenlicht
an einem roten Zipfel:
eine Kugel aus zartem Glase
drehte sich leicht in der Stille
als sei es ihr eigener Wille.
Klar wie eine Seifenblase
schien sie ein Spiegel mir
auf ihrer Oberfläche schwebte
mein Gesicht und wo ich lebte
das munterbunte Zimmer hier.
Die Winterwelt vorm Fenster auch
der Himmel silbern wie das Meer
die Wiese, niemals blumenleer
fingen sich im Kugelbauch
nur umgekehrt als wollt sie sagen
ich sollt mich innerlich nun regen
es gäbe soviel zu bewegen
ich könnte bald was Neues wagen.
Weit, meinte sie, sei doch das Leben
und wie sie selbst so voller Glanz
aus Bildern, einzufangen ganz,
und hoch, und hätte viel zu geben.
Es war als sprach der Baum die Worte:
„So wie ich heut die Kugeln trage
gestalte du dir deine Tage
rund wie die Früchte schöner Orte
gereift durch wohl genutzte Zeit
Tiefen, bewältigt Stück für Stück
schimmernd durch erkanntes Glück
Ernte wie für Ewigkeit.
Wenn ich heute daran denk
was mir seit jenem Tag gelang
durch so erweckten Tatendrang
war die Kugel ein Geschenk.
…
Copyrighthinweis: Dieses Gedicht ist urheberrechtlich geschützt.
Quelle: Weihnachtsgedichte Wunschzettel von Patricia Koelle
Noch mehr Weihnachtsgedichte
Von Patricia Koelle gibt es auch ein wunderschönes Weihnachtsbuch:
Patricia Koelle
Der Weihnachtswind

Der Weihnachtswind
Eine Amazon-Leserin meint zu diesem Buch:
Obwohl das Buch den Titel „Der Weihnachtswind“ trägt, ist es ein Begleiter für das ganze Jahr!
Patricia Koelle … beschreibt die „Eigenarten“ und Gedanken so mancher Zeitgenossen dermaßen überzeugend, dass der alte Fietje sein Erlebnis mit (s)einem Weihnachtsbaum und den „Überraschungskugeln“ eigentlich selbst geschrieben haben muss. Im „Cafèkalender“ wünscht man sich neben Paul Kiewitz zu sitzen, und mit ihm gemeinsam niedergeschlagene Mitmenschen, mit einfachen Mitteln und nicht nur zur Weihnachtszeit, zum Lächeln zu bringen. … Der „Rollbaum“ gibt Kraft und lässt die eigenen, vermeintlichen Sorgen sofort vergessen …
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November 16, 2009 von Ronald
Advent – Adventsgedicht – Weihnachtsgedicht

Schwarze Weihnachten
© Peter Neumer
Die Tannen winken schneebedeckt,
schmücken sich im weißen Kleid,
aus tiefem Schlaf nun aufgeweckt
verkünden sie die Weihnachtszeit.
Kinder lassen Wünsche sprechen,
Einsamkeit schreibt Bettelbriefe,
bereitet niemand Kopfzerbrechen,
Heuchelei kommt aus der Tiefe.
Die Speisen werden aufgeteilt,
Freund und Feind an einem Tisch,
Wunden langsam ausgeheilt –
Oh Weihnachtszeit, wie lieb ich dich!
***
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Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Illustrationen Katja Spannuth
2009
ISBN 978-3-939937-10-4
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September 24, 2009 von Ronald
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September 20, 2009 von Ronald
Weihnachtsgedicht
Warten auf den Weihnachtsmann
oder: Vorweihnachtliche Ungeduld
© Engel Bert
Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
wo bleibst du denn so lang?
Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
mir wird allmählich bang.
Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
von dir noch keine Spur.
Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
sag, wo steckst du nur?
Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
noch nichts von dir zu seh’n.
Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
sag, was ist nur gescheh’n?
Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
ich mach mir große Sorgen.
Ach Weihnachtsmann,
ach Weihnachtsmann,
September wird’s schon morgen.
…
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Das Gedicht wurde veröffentlicht in dem Buch

Weihnachten
Weihnachtsgeschichten
und Weihnachtsgedichte
ISBN 978-3-939937-09-8
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Januar 4, 2009 von Ronald
Fastnachtsgedicht
Heut ist Faschingsball im Schweinestall
© Friedrich Buchmann
Heut ist Faschingsball im Schweinestall.
Die Ziege tanzt mit dem Schwein,
beide tanzen auf einem Bein.
Der Ziegenbock,
der kriegt einen Schock
und ruft ganz laut: „Muss das sein,
der Tanz mit diesem Schwein.“
Auch der Hahn tanzt mit der Henne
und sie zeigt munter ihre Lenne.
Das macht den Esel richtig scharf.
Der fragt die Sau, ob er mal tanzen darf.
Das hört das Schwein
und ruft ganz laut: „Nein“
Heiß geht es her beim Faschingsball,
beim Bauern im Schweinestall.
Die Tiere tanzen Schweinetwist,
im Schweinestall, auf Schweinemist.
Beim Schweinetwist auf Schweinemist,
da wackelt das Kotelett
und manches Kilo Fett.
Der Hund tanzt mit der Katze
und macht dabei ne Fratze.
Muh, muh, muh der Ochse ruft die Kuh.
Die Ziege, die macht mäh, mäh, mäh,
der Bauer sieht`s und ruft: „O je!“
Der Ochse meint: „Ich kann kein´ Twist,
schon gar nicht auf diesem Mist.“
Die Katze macht einen spitzen Mund
und küsst doch wirklich den blöden Hund.
Heiß geht es her beim Faschingsball,
beim Bauern im Schweinestall.
Die Tiere tanzen Schweinetwist,
im Schweinestall auf Schweinemist
…
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Quelle: Heut ist Faschingsball im Schweinestall von Friedrich Buchmann
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Januar 2, 2009 von Ronald
Wintergedicht
Der Winter kam heut über Nacht
© Bruno Peter Lewicki
Der Winter kam heut über Nacht,
es fiel vom Himmel weiße Pracht.
Wie lang schon war’s der Kinder Traum,
nun können sie den Schneemann bauen.
Von Mutter hübsch warm eingepackt,
damit der Frost nicht zu sehr zwackt.
Der Vater holt den Schlitten rauf,
und ab geht s dann im Dauerlauf.
Den Berg hinauf, oh was’ne Qual,
doch dann geht’s ab ins tiefe Tal.
Die Kinder kreischen voller Spaß,
so mancher kriegt’ne kalte Nas’.
Zu schnell vorbei die schnelle Fahrt,
verdammt, so ‘n Baum ist ganz schön hart.
Die Rübe brummt, der Fuß ist dick,
ja, so was nennt man Rodelglück.
Leicht humpelnd geht es nun schnell weiter,
den Berg hinauf und nicht als Zweiter.
Das Hindernis im sichren Blick,
gemeistert wird’s mit viel Geschick.
Die Eltern sehn von Weitem zu,
so Kinder lernen es im Nu.
Und voller Stolz zeigt jeder dann,
wie toll er Schlitten fahren kann.
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Quelle: Der Winter kam heut über Nacht von Bruno Peter Lewicki
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Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Illustrationen Katja Spannuth
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Dezember 27, 2008 von Ronald
Neujahrsgedicht
Wie Phönix aus der Asche
© Manfred Schröder
Das Jahr ist alt geworden,
hat grau und weißes Haar.
Es schlägt die letzte Stunde
und es spricht: „Ich war.“
Das Jahr, es ist gestorben,
doch es steiget wunderbar,
wie Phönix aus der Asche,
uns ein neues Jahr!
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Quelle: Wie Phönix aus der Asche von Manfred Schröder
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Dezember 26, 2008 von Ronald
Neujahrsgedicht
Jahreswechsel
© Martina Decker
Der letzte Tag im alten Jahr
Kurz geht der Blick zurück
Auf alles, was gewesen war
Die Tränen und das Glück
Zur Mitternacht die Korken knallen
Der Himmel strahlt in bunter Pracht
Sich Menschen in die Arme fallen
Es wird gejubelt und gelacht
Ganz leise nur sind Angst und Wehmut
Bleibt doch die Zukunft ungewiss
Das Alte war ja doch ganz gut
Denkt man und sagt ihm leise Tschüss
Im neuen Jahr der erste Tag
Nach vorne geht der Blick
Was es wohl alles bringen mag
An Tränen und an Glück
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Quelle: Jahreswechsel von Martina Decker
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Dezember 25, 2008 von Ronald
Neujahrsgedicht
Zum Neuen Jahr
© Rosa Guska
365 Tage schenke ich dir
Tausend Sterne am Himmel
Die nur für dich leuchten
Blumen die nie verblühen
Und Vögel Gesang nur für dich
Eine Sonne die dich wärmt
Im kalten Tagen
Alt werden und junges Herz aufbewahren
Jeden Tag wie ein neues Leben anfangen
Eine Hand die du anderem gibst
Ein Lächeln das du schenkst
Gesundheit die dich kräftigt
Und jeden Tag von den 365
Im Jahr sollst du glücklich sein
365 Tage schenke ich dir
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Quelle: Zum Neuen Jahr von Rosa Guska
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